WIENER BÄLLE
Jedes Jahr finden in Wien rund 450 Bälle statt. Ab dem 11. November beginnt der Fasching und somit auch die Wiener Ballsaison. Ab dem 31. Dezember finden dann die großen Bälle statt.

Herkunft der Wiener Bälle
Fasching feierte man als erstes mit Umzügen auf den Straßen. Dies veranlasste Maria Theresia eine "Ballordnung" zu erlassen. Erst im 19. Jahrhundert brach eine richtige" Ball Wut" aus. Bis zu 50.000 Gäste zählte man an einem Abend.
Besonderheiten der Wiener Bälle
Eine Besonderheit ist der Kleidungsstil. Die Bekleidungsvorschriften sind sehr strikt. Die Herren müssen entweder einen Frack, schwarzen Anzug oder ein Smoking anziehen. Frauen ziehen ein bodenlanges Ballkleid an und Debütantinnen müssen weiß angezogen sein.
Wiener Bälle beginnen mit dem Einzug der Jungdamen- und Jungherrenkomitees. Da die Debütantinnen weiß gekleidet sind und die Herren schwarz bringt dies einen "Schwarz-Weiß-Effekt" mit. Eröffnet werden die Bälle mit dem berühmten "Alles Walzer".
Der Höhepunkt des Abends ist die Quadrille die traditionell um Mitternacht stattfindet. Meistens wird zu der Fledermaus Quadrille von Johann Strauß getanzt.
Zum Abschluss wird als letzter Walzer "Brüderlein fein" gespielt. Die Bälle dauern meisten bis 04:00 oder 05:00 in der Früh. Beim Ausgang erhalten die Damen eine Damenspende. Bei ganz großen Bällen erhalten auch die Herren eine Herrenspende. Diese Tradition fand erstmal 1834 statt, damals bekamen die Damen einen Fächer geschenkt. Später wurden diese Erinnerungsgeschenke zu Kleinodien des Kunsthandwerks oder zu originellen Sammlerstücken.

Bekannte Bälle
Jährlich finden mehr als 450 Bälle statt. Vom prächtigen Kaffeesiederball über den bunten Blumenball bis hin zum BonbonBall und dem berühmten Opernball in der Staatsoper, wo für einen Abend die Zuschauerränge dem Tanzparkett Platz machen. Die Wienerinnen und Wiener feiern den Fasching nicht auf den Straßen, sondern stilecht in bodenlangen Ballkleidern und Smoking, mit Damenspende und Ansteckrose, leckeren Köstlichkeiten aus den besten Häusern der Stadt und natürlich im Dreivierteltakt.
