DIE RUPRECHTSKIRCHE

Die Ruprechtskirche
Die Ruprechtskirche in der Innenstadt war vor St. Stephan die erste Pfarre Wiens und ist heute die älteste erhaltene Kirche in Wien. Sie wird zusammen mit dem Schottenstift in einer Schenkungsurkunde von Herzog Heinrich Jasomirgott im Jahr 1200 urkundlich erwähnt.
Um die Ruprechtskirche entstand nach der Zerstörung der ehemaligen römischen Siedlung Vindobona, auf der sie sich ursprünglich befand, das spätere Wien.
Die Kirche ist dem Hl. Ruprecht, dem Patron der Salzmänner und der Stadt Salzburg, geweiht. Im Mittelalter wurde in der Kirche das sogenannte weiße Gold, das Monopolgut Salz, vom Salzamt an Einzelhändler verkauft. Die umliegenden Ortsbezeichnungen Salzgries, Salzgasse, Salztorgasse und -brücke zeugen noch von der bedeutenden Vergangenheit.
Die Architektur des Mittelschiffs mit der Empore und der unteren Turmgeschosse mit den Biforien stammen noch aus der Romanik aus dem frühen 12. Jahrhundert. Nach einer Beschädigung der Kirche durch einen großflächigen Brand in der Innenstadt im Jahr 1276 wurde die polygonale Apsis im gotischen Stil errichtet und der Turm um ein Geschoss aufgestockt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Langhaus um ein gotisches Seitenschiff erweitert und die Südwand durch Spitzbogenarkaden aufgelöst.
Bei den Glasfenstern prallen die Gegensätze aus Vergangenheit und Moderne aufeinander: einerseits gibt es die ältesten Glasfenster Wiens aus dem 13. Jahrhunderts im Zentrum der Apsis, anderseits dominieren moderne Glasfenster aus dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts im Kirchenschiff.
Termine: 02.06.2020 , 10.06.2021, 15.06.2021, 22.06.2021,
jeweils um 15:00 Uhr
Treffpunkt: Vor der Peterskirche, Petersplatz, 1010 Wien
Preis/Person: 15,00 €
