4. DEZEMBER

Barbara Kirche 

Die Barbarakirche befindet sich in der Postgasse im 1. Bezirk. Sie ist die Hauptkirche der griechisch-katholischen Kirche in Österreich.

Bereits im Jahre 1573 gab es an dieser Stelle eine der Heiligen Barbara geweihte Kapelle. In den 1650er Jahren wurde die Kapelle im Barockstil umgebaut. Sie diente dem Jesuitenorden als Konviktsgebäude. Nach Schließung des Konvikts durch Joseph II übergab Maria Theresia das Gebäude 1773 der griechisch-katholischen Kirche als Seminar. Es erhielt den Namen Barbareum. Das Seminar wurde 1784 aufgehoben und an dessen Stelle wurde eine Pfarre errichtet.

Die Kirche stand ursprünglich frei, heute allerdings fügt sich die romanisierende Fassade in das Hauptpostgebäude ein.

Trotz mehrmaliger Absiedlungspläne und schwerer Kriegsschäden wurde die Kirche nach dem zweiten Weltkrieg mehrmals renoviert und um einen Emporenzubau erweitert.

Auf der Balustrade befindet sich ein Bild von Joseph II. und Maria Theresia. Es soll an die Schenkung der Kaiserin erinnern. An der Bilderwand kann man alte Ikonen aus dem 7. Jahrhundert bewundern. Sie zeigen Jesus und Maria und auch die Apostel.

Bekannt ist die Barbarakirche auch für ihren international anerkannten urkrainischen Kirchenchor.

Die Heilige Barbara eine legendäre Märtyrerin

Barbara von Nikomedien war der Legende nach die Tochter eines reichen griechischen Kaufmanns in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei. Sie wurde als Märtyrerin im Jahr 306 von ihrem eigenen Vater ermordet.

Der heidnische Vater soll die hübsche junge Tochter in einem Turm eingeschlossen haben, um eine Heirat zu verhindern. Barbara ließ sich aber heimlich taufen, während der Vater auf Reisen war.

Barbara musste vor ihrem Vater fliehen, entkam durch eine Bergspalte und fand Unterschlupf bei einem Hirten, der sie allerdings verriet. Sie wurde einem Richter übergeben, verurteilt und gefoltert. Ihr eigener Vater soll sie enthauptet haben. Als Strafe wurde dieser anschließend von einem Blitz getroffen.

Brauchtum - Barbarazweige

Am 4. Dezember werden von Kirsch- oder Apfelbäumen Zweige abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Zu Weihnachten sollen sie zu blühen beginnen. 

Die blühenden Zweige sollen die Menschen an die Heilige Barbara erinnern, die in ihrer Gefangenschaft einen verdorrten Zweig zum Blühen brachte. Dieser spendete ihr Trost in den letzten Tagen ihres Lebens.

Erstellen Sie Ihre Webseite gratis! Diese Website wurde mit Webnode erstellt. Erstellen Sie Ihre eigene Seite noch heute kostenfrei! Los geht´s